Fun und Action an der Weltausstellung Expo 2000     

     
    
Vor der systematischen Besichtigung der Hallen und Pavillons (Bild) der Kontinente und Länder sollte man sich zuerst einen Überblick über das Ausstellungsareal verschaffen. Auch dafür gibt es Führungen. Wer weniger bezahlen will, bereitet sich anhand von Unterlagen auf seinen Besuch vor. Leider sind alle gedruckten Informationen nicht ganz aktuell. So steht beispielsweise ein Riesenrad - es fehlt dafür nun an der Basler Herbstmesse - anstelle des Pavillons der USA. Amerika war die Teilnahme zu kostspielig. Gerne lässt man sich aber vom nur noch 15 Mark teuren Eintritt ab 18 Uhr überraschen; ...

    

     
    
... allerdings wissen auch andere Leute das zu schätzen (Bild vom Eingang Ost; von dort aus ist man am raschesten im Zentrum der Expo, er ist von der Stadt aus mit den Stadtbahnlinien 6 und 16 zu erreichen). Viele kommen um diese Zeit zu Fernsehshows, Theatervorstellungen, Open-Air-Kino und zu Aufführungen in der Preussag-Arena oder im Konzerthaus. Vorwiegend für Jugendliche sind BeatBox und die bis in den frühen Morgen dauernden Disco-Veranstaltungen gedacht.

    

    
    
Fast ausschliesslich Jugendliche bevölkern die Funsport-Halle (Bild), während bei den ganz Kleinen McDonald's Kinderwelt und der Kinderbahnhof Wunderland grossen Anklang finden. Bei jung und alt sind Fahrten mit der Kabinenbahn, die das ganze Gelände in zwei Sektionen überquert, sehr beliebt. Da sich gegen Abend aber auch viele Besucher auf den Heimweg machen, können dann insbesondre die attraktiven Pavillons der Expo-Partner mit weniger Wartezeit besucht werden. Also auf zu Cyclebowl, Lab.01, Mediaversum, ...

    

    
    
... Planet m (das Ellipsoid rechts im Bild), Postbox und wie sie sonst noch alle heissen. Allerdings werden überall die Zugänge ab etwa 21 Uhr dicht gemacht. Wer dann erst wieder ans Trinken und Essen denkt, hat auch keine grosse Auswahl mehr. Die Restaurants in den Pavillons schliessen auch um diese Zeit. Aber dafür sind ja überall auf dem Gelände Coca-Cola und McDonalds präsent; bei letzterem kostet übrigens das Grundmenü für 8.99 eine Mark mehr als in der Stadt. Hätte man damit nicht einen amerikanischen Pavillon finanzieren können?

    

    
    
Wer sich aber weder an Hamburger- noch an Wurstständen verpflegen will, tut gut daran, rechtzeitig zu disponieren. Eine originelle Variante entdeckte ich zufällig beim Besuch der Deutschen Telekom in der Halle 2. Eigentlich wollte ich dort nur meine Internetpost erledigen und - gratis - nach Hause telefonieren, letzteres weil wie meistens im Technologieland Deutschland den ganzen Tag über mit dem Handy via EasyRoaming keine Verbindung zustande kam. Dann aber fand ich auf der Galerie in dieser Halle ein kleines Restaurant, wo man sich für 23 Mark unbegrenzt am kalten und warmen Buffet (Bild) bedienen durfte; ja selbst Desserts und alkoholfreie Getränke waren da inbegriffen.

    

     
    

Zu diesem Preis erhält man im Restaurant des Pavillons von Frankreich gerade mal eine Vorspeise. Aber auch andere Länder machen mit ihrer Preispolitik an der Expo nicht gerade Reklame für ihren Tourismus. Deutschland ist hier eine löbliche Ausnahme, allerdings sind die wenigen Plätze im bedienten Teil des Pavillon-Restaurants rasch belegt. Gediegene deutsche Gastlichkeit findet man aber auch in dem von den Messen her bekannten Turmrestaurant "Panorama" (Bild) hoch über dem Convention Center, ...     

    

     
    

... von wo aus ebenfalls die grossartige Rundsicht zu geniessen ist, ohne dass man wie beim etwas höheren Hermesturm (Bild - die Krantürme stehen übrigens als Requisiten für Flambée, nicht weil die Expo nicht fertig erstellt wurde!) lange anstehen muss. Im Restaurant selbst hat man sich erst an die gegenüber Messen andere Bekleidung der Gäste zu gewöhnen. Aber ein Wechsel von Shorts auf Business-Bekleidung wird selbst denjenigen durch ein ziemlich strikt gehandhabtes Wiedereintrittsverbot unmöglich gemacht, die eine solche im Auto - oder in der Gepäckaufbewahrung - liegen haben.   

    

     
    
Aber auch wer sich zum Warten auf den Feuerzauber "Flambée" (Bild) etwas wärmer anziehen möchte, ist chancenlos. Einzig das Gassi-Gehen mit den ausserhalb des Geländes zurück zu lassenden Hunden wird von der Expo-Leitung als Grund anerkannt, um an nur einem Schalter die Ausstellung verlassen und dort ohne Kostenfolge wieder betreten zu dürfen. Anstatt zu frieren, verlässt man gescheiter die Ausstellung vorher; während der in die Länge gezogenen Vorstellung bin ich - und nicht etwa als einziger - sanft eingeschlafen.

    

    
    
Um besser ausgeruht zu sein, legte ich am folgenden Tag im nur fünf Stadtbahnstationen entfernten Strandbad Maschsee eine Siesta ein, wo es einiges stiller war, als in den Parkanlagen der Expo. Um abends erneut durch die Weltausstellung zu flanieren (Bild), musste ich halt nochmals Eintritt bezahlen. Dafür kostete schliesslich der noch am Vorabend auf dem Expo-Gelände erstandene Bade-Sonnenhut nicht viel. Statt zum angeschriebenen Preis von 30 erhält man ihn - wie auch alle andern Souvenir-Artikel - für gerade mal 10 Mark ...

    

    
    
... in einem der zahlreichen ExpoShops (Bild). Wer sich aber auf den Weltausstellungsbesuch nicht gut vorbereitet hat, sollte dann den Sonnenhut möglichst nicht innerhalb der Ausstellung tragen. Wegen des aufgedruckten Expo-Logos wird man von andern Besuchern nach den kürzesten Wegen zu Hallen und Pavillons befragt; selbst Antworten in schweizerischem Deutsch schreckten die Fragenden nicht ab. Sicher hat aber niemand von mir eine falsche Auskunft erhalten, schliesslich hatte ich ja auch schon viel gesehen, ganz im Gegensatz zu all jenen Expo-Angestellten, die einzig ihren Arbeitsplatz kannten, den Rest der Ausstellung aber noch nie besuchen durften.
    
    

    

  

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(erstellt am 08.09.00 ...

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